Gesundheitszentrum Dr. Milz am Tegernsee

Welche Hormone werden ersetzt?

Wie sehen Mangel und Therapie aus?

Schauen Sie sich schon mal die hier knapp gefassten Beschwerde-bilder der einzelnen Hormone an. Vielleicht trifft ja einiges auf Sie zu?

Schilddrüsenhormonmangel - alles stagniert!

Schilddrüsenhormone spielen die erste Geige im Orchester der Hormone.

Unter dem Einfluss des Hypophysen-Hormons TSH werden die Hormone T1-T4 gebildet.

Eine Schilddrüsenunterfunktion durch Knoten, Jodmangel oder Autoimmunentzündungen häuft sich und ist ein noch zu oft unerkanntes Problem.

Häufige Mangelzeichen sind :

  • trockene, übermäßig verhornende Haut

  • Haarausfall am ganzen Kopf

  • Schwellungen um die Augen

  • Verstopfung mit Fettunverträglichkeit

  • Kopfschmerzen, besonders morgens

  • Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf

  • nachlassende Merkfähigkeit

  • unerfüllter Kinderwunsch

Behandelt wird mit natürlichem Schilddrüsenhormon. Dies ist besser wirksam und verträglicher als die synthetischen, gängigen Präparate.

Dosisfindung erfolgt vorrangig nach Beschwerdesymptomatik, nicht nach Labor!

Cortisolmangel – alles ist entzündet!

Einen Tag ohne Cortisol überlebt der Mensch nicht. Es wird in den Nebennieren gebildet und liefert die Energie für Stresssituationen und hält Entzündungen und Allergien in Schach.

Häufige Symptome sind:

  • Infektanfälligkeit, mit Gliederschmerzen (häufig)

  • Allergieneigung, Ekzeme, alles scheint entzündet

  • wenig Stressbelastbarkeit

  • Neigung zu Durchfall und Appetitmangel bei Stress

  • Müdigkeit zwischen den Mahlzeiten

  • unkontrollierbarer Süßhunger

Behandelt wird mit synthetischem Cortisol nach Beschwerdesymptomatik und nach Untersuchung der Cortisole im Urin. Die Ersatztherapie hat nichts mit der nebenwirkungsreichen, unterdrückenden Allergiebehandlung mit hohen Dosen von synthetischen Cortisolabkömmlingen zu tun.

Aldosteronmangel – denken am liebsten im Liegen!

Aldosteron wird in den Nebennieren gebildet und regelt über den Mineralhaushalt den Wassergehalt des Körpers. Wichtig ist es vor allem für einen stabilen Blutdruck.

Häufige Mangelsymptome sind:

  • Müdigkeit bei langem Stehen

  • niedriger Blutdruck

  • häufiges Wasserlassen nach Trinken

  • Denken und Wohlfühlen besonders im Liegen

Behandelt wird mit synthetischem Aldosteron vor allem in Kombination mit Cortisol.

DHEA-Mangel – die Lust nimmt ab, das Fett zu!

Es wird in den Nebennieren gebildet und als Mutter der Sexualhormone bezeichnet. Als aufbauendes Hormon regt es das Immunsystem, die Fettverbrennung und die Lust bei Frauen an. Bei Frauen wird es vor allem in männliche Hormone umgewandelt, bei Männern in Östrogene.

Häufige Mangelsymptome sind:

  • Verlust der Achsel- und Schambehaarung

  • trockene Haut

  • Vermehrung des Bauchfettes

  • Libidoverlust der Frau

  • Zeichen eines Testosteronmangels bei Frauen, Östrogenmangels bei Männern

Behandelt wird mit DHEA-S in Kapseln oder als Gel auf den Bauch. Dies nie ohne Laborkontrolle und genügend Östrogen bei der Frau und Testosteron beim Mann.

Melatoninmangel – schlaflos ohne Energiesparen!

Melatonin kommt aus der Zirbeldrüse im Zwischenhirn. Wer sich tagsüber viel dem Licht aussetzt und früh am Abend auf Aktivität und Licht verzichtet, schüttet nachts viel Melatonin aus. Es gilt als potentes Antioxidant und versetzt unsere Zellen in einen täglichen „Winterschlaf“.

Häufige Mangelsymptome sind:

  • Einschlafprobleme

  • Grübeln in der Nacht

  • seltene, fast keine Träume

  • oberflächlicher Schlaf

Behandelt wird mit naturidentem Melatonin kurz vor dem Schlafen in individuellen Dosen.

Wachstumshormonmange - vom Leben überfordert

Wachstumshormon wird in der Hypophyse gebildet. Kinder brauchen es zum wachsen.

Bei Erwachsenen erhält es die Muskeln und sorgt für mentale Stärke. Ab dDreißig wird es weniger und alles beginnt zu hängen. Durch Lebensstilmaßnahmen kann man dies bremsen.

Häufige Mangelsymptome sind:

  • tiefe Falten, alles hängt

  • viel Fett, wenig Muskeln, Osteoporose

  • erschöpft und schlecht erholt nach körperlicher Belastung

  • wenig Selbstwertgefühl

  • kein „innerer Frieden“

Noch muss Wachstumshormon täglich gespritzt werden. Oft aber nur für ein halbes Jahr. In dieser Zeit wird der Lebensstil verändert, damit der Therapieerfolg für eine Zeit anhält. So ist die Therapie bezahlbar und risikoarm.

Progesteronmangel – hysterisch vor den Wechseljahren!

Progesteron wird nach dem Eisprung aus dem sich entwickelnden Gelbkörper gebildet. Es lässt die Gebärmutterschleimhaut ausreifen und erhält die Schwangerschaft. Es ist das natürliche Beruhigungs- und Entwässerungsmittel der Frau.

Häufige Mangelsymptome sind:

  • verstärkte und gehäufte Regelblutung

  • Brustspannen und Verstopfung vor der Periode

  • aggressiv und schlaflos vor der Periode

  • Kopfschmerzen vor der Periode

  • Besenreiservarizen

Behandelt wird mit körperidentischem Progesteron in Kapselform, geschluckt oder in die Scheide abends eingeführt, oder gleich als individuell dosiertes Zäpfchen. Nebenwirkungen kennt man nur von künstlichen Gestagenen.

Testosteronmangel – depressiv mit Cellulite!

Testosteron wird im Eierstock und aus DHEA gebildet. Wollen Frauen etwas mehr positive „typisch männliche“ Attribute, lohnt sich der Einsatz erheblich...

Häufige Mangelsymptome sind:

  • keine Lust auf Sex, Sport und Fleisch

  • Cellulite und fehlender Muskelaufbau

  • fehlende Durchsetzungsfähigkeit

  • depressive Stimmung

  • wenig eloquent und schlagfertig

Ersetzt wird mit Testosteron-Liposomen-Gels oder einem wirksamen Abbauprodukt, das nicht mehr in Östrogene umgewandelt wird, am besten auf die typisch weiblichen Problemzonen.

Östrogenmangel – ade, du schöne Weiblichkeit!

Östrogenmangel tritt schon bei vielen jungen Frauen mit Stress, Untergewicht und nach langer Pilleneinnahme auf. Wenn man Glück hat, produzieren die Eierstöcke noch bis 50 ausreichend davon. Viele Frauen sind seit dem Hormontablettenskandal zu Recht verunsichert. Leidvoll zum „alten Eisen“ zu gehören, ist für die meisten jedoch nicht die Alternative.

Häufige Mangelsymptome sind:

  • viele kleine Falten und Haarausfall an der Kopfoberseite

  • schlaffe, schwindende Brüste

  • hoher Blutdruck, hohe Blutfette

  • Durchschlafstörung

  • Gelenkschmerzen und –verschleiß

  • nervös und nicht mehr belastbar

Behandelt wird individuell mit Östrogengels auf die Haut, mit regelmäßigen Pausen, immer in Verbindung mit Progesteron. In Studien gibt es keinen Hinweis auf ein erhöhtes Brustkrebsrisiko oder eine vermehrte Gerinnselbildung bei dieser Therapie.